Seminarreihe und Zertifizierung zum Schulförderhund

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Beschreibung

Unsere große Praxisreihe startet wieder!
Wir freuen uns riesig darauf, wieder "live" mit Mensch-/Hundteams zu trainieren.
Unsere "große" Fortbildung kann mit einer Zertifizierung zum "Schulförderhund" abgeschlossen werden:
Schulförderhund ist ein eingetragener Begriff, der nur durch zertifizierte Absolventen genutzt werden darf. Unser Dozententeam besteht aus Leitungen, Lehrkräften, Betreuern im offenen Ganztag, die schon sehr lange tiergestützt mit Hund arbeiten. In der Praxis beschäftigen wir uns mit klassischem Hundetraining - positiv, ressourcenorientiert und auf die Anforderungen im Einsatz angepasst.
Die tiergestützte Arbeit in einer wie auch immer gearteten Schulform kann fantastisch viel bewegen, geht aber mit viel Verantwortung einher:
Der „menschliche Teampartner“ muss das Ausdrucksverhalten seines Hundes genau kennen, die Situation für ihn und die Schüler stets im Blick haben und gleichzeitig die Methoden und/oder die Ziele der tiergestützten Einheit nicht aus den Augen verlieren und gegebenenfalls anpassen.


Wie gelingt der Spagat zwischen artgerechter Beschäftigung und dem Einsatz als pädagogisches Mittel? Muss der eingesetzte Hund ein gehorsames Wundertier mit einem großen Repertoire an Tricks sein? Wie kann ich den Hund in belastenden Situationen unterstützten, wie schaffe ich Ausgleich in der Freizeit?


Die Konzeption des Schulförderhundes ® berücksichtigt alle Schularten und bezieht sich auf verschiedene Einsatzmöglichkeiten:
Der Hund wird als Motivator eingesetzt, er schafft eine Verknüpfung von Lerninhalten und (kindlicher) Lebenswelt und fördert durch seinen Einsatz die Entwicklung der Schüler im sozialen/emotionalen Bereich. Schulförderhund ® ist ein registrierter Begriff und an Qualitätskriterien gebunden. Die Ausbildungsreihe kann unabhängig von der Zertifizierung besucht werden (mit Teilnahmebestätigung), alle Prüfungsteile können unabhängig voneinander absolviert werden.

Optionale Zertifizierung zum Schulförderhund ®:
- bestandener Wesenstest (z.B. LCD, DRC, DIfA, DRV, DRK)

- Besuch der Ausbildungsreihe „Der Schulförderhund“
- theoretische Prüfung (Multiple Choice)
- einreichen von 5 Einsatzprotokollen und einer Abschlussarbeit, mind. sieben Minuten gefilmte Einheit (ungeschnitten) mit schriftlicher Ausarbeitung


Zielgruppe:

Lehrer verschiedenster Schulformen und pädagogisches Begleitpersonal, AG-Leiter, Legasthenie Trainer, …, unabhängig davon, ob der Hund bereits im Einsatz ist. Auch erfahrene Teams können von der Seminarreihe eine Fülle von neuen Impulsen, Materialien und völlig neue Einsatzmöglichkeiten für ihre Arbeit bekommen. Über die Zertifizierung sind Ausbildungsstandards und –prinzipien für Leitungen, Eltern und Träger jederzeit einsehbar.


Voraussetzungen an den Hund:

An den Leistungsstand des Hundes sind keine Bedingungen geknüpft. Es gibt keine Altersbegrenzung nach oben, der Hund sollte zu Beginn der Praxisseminare das Alter von 6 Monaten erreicht haben.

Die Ausbildung umfasst insgesamt 40 Präsenzstunden und 40 Stunden Online- bzw. Heimstudium.

Die Präsenzstunden bestehen aus 5 Samstagen mit je 8 Schulstunden im Zeitraum von 9:30 bis 17:00 Uhr. Die Pausengestaltung erfolgt in Absprache mit den Teilnehmern. Die Veranstaltung findet in der Georg-Ehnes-Schule in Dinkelsbühl statt. Die Schule ist direkt an den Spazierwegen der schönsten Altstadt Deutschlands gelegen. Die 40 Stunden Heimstudium ergeben sich zum einen aus Onlineaufgaben, die in freier Zeiteinteilung bearbeitet werden können. (Für jede Aufgabe (Lückentexte, Fallbeispiele, Multiple Choice Tests, …) wird nach der Bearbeitung eine Musterlösung zur Verfügung gestellt.) Zum anderen aus ZoomSeminaren, die in Absprache mit den Teilnehmern terminiert werden.

Inhalte:

1. Seminartag,
Theorie: Der Schulförderhund als Motivator, Vermittler für lebensnahes Lernen und Partner im sozial-emotionalen Bereich mit praktischen Beispieleinheiten. Tiergestütztes Arbeiten fernab vom „Trend“ – was ist nötig, möglich und sinnvoll? Historie der Mensch-/Hundbeziehung (Coevolution, Domestikation, Zucht), wie tickt (m)ein Hund?, Ausdrucksverhalten Hund
Zecke und Floh, Giardie und Co – die Welt der Ekto- und Endoparasiten.
Zoonosen – reale Bedrohung oder Schreckgespenst?
Praxis: Kommunikation, individuelles Ausdrucksverhalten der teilnehmenden Hunde, Techniken zu Motivation und Entspannung

2. Seminartag,
Theorie: Leseförderung mit Hund, Entdeckung der Einfachheit, Hund als Projektionsfläche für die großen Themen des Lebens, Einbindung verhaltensorigineller Schüler, Qualifizierung von Schülern zum „Hundeassistenten“ – Ansatz, Ideen, pädagogischer Hintergrund
Ausdrucksverhalten Hund, (unbewusstes) Ausdrucksverhalten Mensch
Bearbeitung von Fallbeispielen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmer bzw. Dozenten

Praxis: Anbahnen von verschiedenen Basisaufgaben, z.B. Apportieren, Klickertraining, Kennenlernen verschiedener Techniken, wie z.B. (Backward) Chaining

3. Seminartag,
Theorie: Verantwortung für alle: Integrativer Einsatz, Fördermöglichkeiten im sozial-emotionalen Bereich …, stets mit dem Blick auf die Bedürfnisse und die Belastbarkeit des Hundes
Fehlverknüpfungen – wenn der Hund nicht lernt was er soll
Bearbeitung von Fallbeispielen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmer bzw. Dozenten
Praxis: Individuelle Trainingsangebote für die jeweiligen Mensch-Hund-Teams, zugeschnitten auf die Anforderungen im Schulbetrieb

4. Seminartag,
Theorie: Konzeption und Argumentation, Umgang mit Hygiene(vorschriften), versicherungstechnische Anforderungen, emotionale Aspekte sowie Chancen und Risiken des Hundes im Schuleinsatz, Evaluationsmöglichkeiten der eigenen Einsätze
Praxis: Mein Hund in verschiedenen Schulsituationen von außen betrachtet, Ideenpool auf die Ressourcen des jeweiligen Teams zugeschnitten

5. Seminartag,
Theorie: Schule im Wandel, neue Lern- und Unterrichtsformen, Einsatzarten und -möglichkeiten des Schulförderhundes: Von der Einzelförderung bis zur Arbeit im Klassenverband, von der Ganztagesklasse zum Legastenietraining – Einsatzmöglichkeiten für (m)einen Hund
Ideen „rund um den Hund“ - ohne direkten Einsatz des Hundes
Praxis: Erlernen komplexer Handlungsabläufe, Materialstudio


Dozentinnen:

Nina Grosser ist OGTS-Koordinatorin, arbeitet mit vier Labrador Retrievern und zwei Cavalier King Charles Spaniels im offenen Ganztag eines sonderpädagogischen Förderzentrums sowie im gebundenen Ganztag einer Mittelschule. Sie ist Hundetrainerin (Sachkundenachweis nach § 11 Abs. 1 Nr. 8 Buchst. f TierSchG) und Fachbuchautorin.

Ulrike Holzner ist Oberstudienrätin und Konrektorin an einer Grund- und Mittelschule im gebundenen Ganztag mit offenen Lernformen und Lernlandschaften.
Sie arbeitet seit sieben Jahren tiergestützt, derzeit mit zwei Labrador Retriever Hündinnen.

Adina Heidelbach arbeitet mit ihren zwei Labrador Retrievern in einem Kindergarten - sie ist Erzieherin und stellvertretende Leitung der viergruppigen Einrichtung - sowie in ihrer eigenen Lernwerkstatt "Fix lernen mit Dexter". Sie ist zudem Inklusionsfachkraft, arbeitet als freiberufliche Dozentin und Beraterin für Fachkräfte, Institutionen und Eltern. Adina Heidelbach verfügt über den Sachkundenachweis nach §11d TierSCHG.

Anke Schraml Michl ist Hauptschullehrerin und arbeitet bereits seit zehn Jahren tiergestützt, stets mit Hunden aus dem Tierschutz. Die Themen Leseförderung und die Anregungen, die die Hunde zum philosophieren, zur Auseinandersetzung mit den großen Themen des Lebens bieten, liegen ihr besonders am Herzen. Seit 2012 ist sie zudem in verschiedenen Bereichen als Dozentin im Bereich tiergestützte Pädagogik tätig. Darüber hinaus berät sie Einsatzteams sowie Schulleitungen und engagiert sich besonders im Bereich Qualitätssicherung und Ausbildung.


Elena Günther, Tierärztin mit langjähriger Praxiserfahrung gibt einen Überblick zu den Themen Zoonosen, sowie Endo- und Ektoparasiten. Fragen sind ausdrücklich erwünscht: „Nur wer gut informiert ist, kann zusammen mit seinem Tierarzt individuelle und sinnvolle Lösungen finden.“
Durch die Arbeit in kleinen Gruppen können die einzelnen Teams individuell gefördert werden. Es ist ausdrücklich gewünscht, eigene Problemstellungen einzubringen.


Zahlen, Daten, Fakten zum Schulförderhund im Überblick:


Seminartermine:
9.10.2021, 20.11.2021, 22.1.2022, 5.2.2022, 12.3.2022 je 8 Schulstunden zwischen 9:30 und 17:00 Uhr, max. Teilnehmerzahl 8 Teilnehmer, in einzelnen Praxissequenzen wird die Gruppe geteilt und mit zwei Dozenten parallel in Kleingruppen gearbeitet.

Teilnahmegebühren/-bedingungen:
Die Kosten für die Seminarreihe betragen € 995,-, Ratenzahlung ist möglich. Jeder Hundehalter muss im Besitz einer Hundehaftpflichtversicherung sein und eine gültige Tollwutimpfung für seinen Hund nachweisen. Der Hund sollte einen Zimmerkennel/Box als Rückzugsort mitbringen.

Für weitere Informationen oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an info@schulfoerderhund.de oder 01573/8765218 (Nina Grosser).


Optionale Zertifizierung:
Theorieprüfung wahlweise am 22.1.2022 oder 5.2.2022 Abgabe von Einsatzprotokollen und Abschlussarbeit ab 22.1.2022.
Prüfungsgebühr für alle Teile (exkl. Wesenstest) pauschal: € 95,-
Bei Bedarf separater Wesenstesttermin für die Teilnehmer durch DIfA-Institut[1].
Ist ein Team bereits zertifiziert, genügt zur Zertifizierung von weiteren/neuen Hunden (bestandener Wesenstest vorausgesetzt), die Teilnahme an einem Praxistag sowie die Einreichung von Einsatzprotokollen und Abschlussarbeit für den neu zu zertifizierenden Hund.
Ein zertifiziertes Team verpflichtet sich zur jährlichen Fortbildung, Anbieter und Themenbereiche sind frei wählbar.